Komm den Frieden wecken

Die Frie­dens­De­ka­de startet

Vom 9. bis 19. Novem­ber 2025 ruft die Frie­dens­De­ka­de dazu auf, gemein­sam Zei­chen zu set­zen – für Frie­den, Gerech­tig­keit und Verständigung.

Ob Schul­ak­ti­on, Frie­dens­ge­bet, Ban­ner am Gemein­de­haus oder Musik auf dem Markt­platz: Mit­ma­chen ist ganz ein­fach – und jede Ges­te zählt. Die Frie­dens­De­ka­de lebt vom Enga­ge­ment vie­ler Men­schen – in Kir­chen, Schu­len, Ver­ei­nen, Kom­mu­nen und dar­über hin­aus. Wie auch Sie Teil die­ser Bewe­gung wer­den können?

Demokratie braucht Medienbildung

Neue Hand­rei­chung unter­stützt Bil­dungs­ar­beit gegen Desinformation

von Tho­mas Lau­bach (Her­aus­ge­ber), Kon­stan­tin Lind­ner (Her­aus­ge­ber) und Simon Stein­ber­ger (Her­aus­ge­ber)

Demo­kra­tie braucht Men­schen, die infor­miert ent­schei­den, kri­tisch hin­ter­fra­gen und sich auf Grund­la­ge von Fak­ten ver­stän­di­gen. Doch in einer digi­ta­li­sier­ten Öffent­lich­keit ist das her­aus­for­dernd: Des­in­for­ma­ti­on ver­brei­tet sich rasant. Umso wich­ti­ger sind Bil­dungs­an­ge­bo­te, die Men­schen befä­hi­gen, Infor­ma­tio­nen kri­tisch zu prü­fen und ein­zu­ord­nen. Genau hier setzt die neue Hand­rei­chung „Demo­kra­tie braucht Medi­en­bil­dung! Biblio­the­ken als (Lern-)Orte für den Umgang mit Des­in­for­ma­ti­on“ an.

Nachrichtenkompetenz: wirksames Mittel – Bibliotheken als Schlüsselorte

Des­in­for­ma­ti­on – also gezielt fal­sche oder irre­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen, die mit mani­pu­la­ti­ver Absicht ver­brei­tet wer­den – zählt heu­te zu den größ­ten Her­aus­for­de­run­gen für demo­kra­ti­sche Gesell­schaf­ten. Sie unter­gräbt das Ver­trau­en in Fak­ten, Medi­en und Insti­tu­tio­nen, ver­zerrt öffent­li­che Debat­ten und ver­stärkt gesell­schaft­li­che Pola­ri­sie­rung. Die Funk­ti­ons­wei­se sozia­ler Medi­en spielt der Ver­brei­tung von Des­in­for­ma­tio­nen dabei in die Hän­de: Durch die Auf­merk­sam­keits­lo­gik der Algo­rith­men wer­den Inhal­te bevor­zugt, die Emo­tio­nen wecken, spal­ten oder Empö­rung aus­lö­sen – Merk­ma­le, die Des­in­for­ma­tio­nen häu­fig auf­wei­sen. Zugleich sind Medi­en­nut­zen­de sind hier oft auf sich allein gestellt. Sie müs­sen selbst ent­schei­den, wel­chen Quel­len sie ver­trau­en – und wie sie Infor­ma­tio­nen bewerten. 

Infor­ma­ti­ons­kom­pe­tenz wird damit zur demo­kra­ti­schen Schlüs­sel­kom­pe­tenz: Sie ver­setzt Men­schen in die Lage, Infor­ma­tio­nen kri­tisch zu prü­fen, ihre Qua­li­tät und Glaub­wür­dig­keit ein­zu­schät­zen und Des­in­for­ma­tio­nen bes­ser zu erken­nen. Die­se Fähig­kei­ten sind Grund­vor­aus­set­zun­gen für eine infor­mier­te öffent­li­che Mei­nungs­bil­dung – und damit ein wirk­sa­mes Mit­tel, um Demo­kra­tie zu stärken. 

Biblio­the­ken spie­len dabei eine Schlüs­sel­rol­le. Als offe­ne, nied­rig­schwel­li­ge Lern­or­te för­dern sie Infor­ma­ti­ons- und Medi­en­kom­pe­tenz in allen Alters­grup­pen und schaf­fen Räu­me für Dia­log, Ori­en­tie­rung und kri­ti­sches Den­ken. Die neue Hand­rei­chung unter­stützt sie dabei, die­se Auf­ga­be noch bes­ser in ihre Bil­dungs­ar­beit zu integrieren.

Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht in Sachsen und Thüringen

Zwi­schen­stand und Ausblick

Der Fach­tag möch­te einen Raum eröff­nen, in dem wir die Erfah­run­gen mit dem kon­fes­sio­nell-koope­ra­ti­ven Reli­gi­ons­un­ter­richt in Thü­rin­gen und Sach­sen mit­ein­an­der ins Gespräch brin­gen und nach sei­nen Gelin­gens­fak­to­ren fragen.

Wie kann kon­fes­sio­nell-koope­ra­ti­ver Unter­richt für die Zukunft wei­ter­ge­dacht werden?

Was benö­tigt ein Reli­gi­ons­un­ter­richt, der sowohl der Schü­ler- als auch der Kon­fes­si­ons­ori­en­tie­rung gerecht wer­den will?

Wie muss die Lehr­kräf­te­aus­bil­dung für einen kon­fes­sio­nell-koope­ra­ti­ven Reli­gi­ons­un­ter­richt gestal­tet werden?

Wel­chen Bei­trag kann ein koope­ra­ti­ver Reli­gi­ons­un­ter­richt für die Demo­kra­tie­bil­dung leisten?

Die­ser Fach­tag ver­steht sich als ein Raum zum Inne­hal­ten, Nach-und Vor­aus­den­ken für einen gemein­sam beschreit­ba­ren Weg hin zu einem zukunfts­fä­hi­gen kon­fes­sio­nell-koope­ra­ti­ven Religionsunterricht.

Don­ners­tag, 13.11.2025 | 14.00 – 17.30 Uhr
Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena, Senats­saal
Fürs­ten­gra­ben 1, 07743 Jena

Anmel­dung bis zum 10. Novem­ber 2025 unter zrb@​uni-​jena.​de

Umfrage zur Nutzung von RELImentar

RELI­men­tar ist das reli­gi­ons­päd­ago­gi­sches Por­tal für alle, die mit Kin­dern in Krip­pe, Kita und Hort tätig sind.

RELI­men­tar wird in einem Fach­netz­werk fort­lau­fend wei­ter­ent­wi­ckelt. Wir wol­len, dass RELI­men­tar für alle anspre­chend und gewinn­brin­gend zu nut­zen ist, die mit Kin­dern und Fami­li­en reli­gi­ons­sen­si­ble Bil­dung gestal­ten.

Daher bit­ten wir dich um dei­ne Mit­hil­fe. Bit­te nimm dir 8 Minu­ten Zeit, RELI­men­tar ein­zu­schät­zen und dei­ne Nut­zungs­er­fah­run­gen zu tei­len. So kannst du dazu bei­tra­gen, dass die Platt­form RELI­men­tar genau so wird, wie du sie für dei­ne Arbeit brauchst.

Theology for Future

Die 17 Zie­le der UN für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung theo­lo­gisch reflektiert

von Tho­mas Lau­bach (Her­aus­ge­ber), Kon­stan­tin Lind­ner (Her­aus­ge­ber) und Simon Stein­ber­ger (Her­aus­ge­ber)

Fra­gen einer nach­hal­ti­gen Lebens- und Welt­ge­stal­tung sind hoch­ak­tu­ell. Die Agen­da 2030 der UN fokus­siert vor die­sem Hin­ter­grund 17 Zie­le für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung, zu denen der Band theo­lo­gi­sche Refle­xio­nen bie­tet. Vor dem Hin­ter­grund, dass die christ­li­che Glau­bens­tra­di­ti­on von ihrer Grund­idee her den ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit der Schöp­fung und ein nächs­ten­lie­ben­des, gerech­tes Mit­ein­an­der aller Men­schen fun­diert, leis­tet er damit einen ele­men­ta­ren Bei­trag zur Debatte.

Basal-perzeptive Materialien für den inklusiven Religionsunterricht

„Basal-was?” Basal-per­zep­ti­ve Lern­zu­gän­ge favo­ri­sie­ren das Ler­nen über alle Sin­ne (Füh­len, Hören, Sehen, Rie­chen, Schme­cken, Spü­ren) und regen so nach­hal­ti­ge Lern­pro­zes­se an. Die als PDF im Down­load erhält­li­che Arbeits­hil­fe fokus­siert Schüler:innen mit Sin­nes­ein­schrän­kun­gen, nicht-spre­chen­de Schüler:innen, Kin­der und Jugend­li­che mit kom­ple­xen Beein­träch­ti­gun­gen. Die erar­bei­te­ten Mate­ria­li­en sind Unter­richts­ideen in den Bil­dungs­be­rei­chen Mensch, Gott,
Jesus Chris­tus, Bibel, Reli­gio­nen und Welt­an­schau­un­gen, Welt und Ver­ant­wor­tung des Faches Evan­ge­li­sche Reli­gi­ons­leh­re in allen Bun­des­län­dern. Der schu­li­sche Fokus liegt auf inklu­si­ven Set­tings an allen Schul­ar­ten.
Die­se Unter­richts­ma­te­ria­li­en kön­nen über den evan­ge­li­schen Reli­gi­ons­un­ter­richt hin­aus auch im Reli­gi­ons­un­ter­richt ande­rer christ­li­cher Kon­fes­sio­nen sowie in gemein­de­päd­ago­gi­schen Kon­tex­ten (z. B. inklu­si­ve Kon­fi-Arbeit- und Kom­mu­ni­ons­ar­beit) ein­ge­setzt werden.

Adres­siert wer­den Religionslehrer:innen und Pädagog:innen in all­ge­mei­nen Schu­len und För­der­schu­len in
der Grund- und Haupt­stu­fe bzw. Grund­schu­le und Sekun­dar­stu­fe I sowie in der Gemeindepädagogik.

Der fol­gen­de Link führt zum kos­te­lo­sen Down­load:

www​.eki​ba​.de/​m​e​d​i​a​/​d​o​w​n​l​o​a​d​/​v​a​r​i​a​n​t​/​4​3​9​9​8​5​/​b​r​o​s​c​h​u​e​r​e​_​b​a​s​a​l​-​p​e​r​z​e​p​t​i​v​e​-​m​a​t​e​r​i​a​l​i​e​n​-​f​u​e​r​-​d​e​n​-​r​u​.​pdf


Vokationskurs und feierlicher Gottesdienst in Neudietendorf

Posi­tio­nen im Reli­gi­ons­un­ter­richt fin­den und einnehmen

Kurz vor den Herbst­fe­ri­en kamen jun­ge Reli­gi­ons­lehr­kräf­te aus Thü­rin­gen in Neu­die­ten­dorf zusam­men. Ziel ihres Tref­fens war es, sich über ihre Rol­le als Leh­ren­de, Ler­nen­de und Glau­ben­de auszutauschen.

Im Mit­tel­punkt der Gesprä­che stan­den die beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen, vor denen der Reli­gi­ons­un­ter­richt ange­sichts viel­fäl­ti­ger gesell­schaft­li­cher Kri­sen steht. Außer­dem dis­ku­tier­ten die Teil­neh­men­den über die Bedeu­tung von Posi­tio­nen und Posi­tio­nie­run­gen im eige­nen Unter­richt, sei es an den Grund- oder Regel­schu­len, an Gemein­schafts­schu­len oder Gym­na­si­en. Schü­le­rin­nen und Schü­ler haben sehr kon­kre­te und kon­tro­ver­se Ansich­ten, hin­ter denen sich häu­fig Fra­gen verbergen: 

„Reli­gi­on ist wie ein gro­ßer Baum, an dem man sich fest­hal­ten kann.”

„Reli­gi­on bedeu­tet Phan­ta­sie­ge­schich­ten zu glauben.”

„Mit Reli­gi­on kann man für sich Grund­fra­gen des Lebens klären.”

„Reli­gi­on ist sinn­los und bringt nichts.”

Ein wei­te­rer Schwer­punkt war die Vor­be­rei­tung der jun­gen Lehr­kräf­te auf ihre Ein­seg­nung. Den Abschluss der Tagung bil­de­te ein fest­li­cher Got­tes­dienst in der St. Johanniskirche.

Das digi­ta­le, anony­me Feed­back zeig­te deut­lich, dass die Ver­an­stal­tung bei vie­len Teil­neh­men­den gro­ßen Anklang fand.

Mit der Voka­ti­on macht die Lan­des­kir­che deut­lich, dass Schüler:innen im Reli­gi­ons­un­ter­richt auf ihrer Suche nach Ori­en­tie­rung und Sinn beglei­tet wer­den müs­sen. Sie erin­nert dar­an, die Jugend­li­chen als eigen­stän­di­ge Per­sön­lich­kei­ten zu ach­ten, ihnen zuzu­hö­ren und ihre Hoff­nun­gen wie auch ihre Sor­gen ernst zu neh­men. Gleich­zei­tig wer­den die jun­gen Lehr­kräf­te für ihren Dienst in der Schu­le geseg­net – ein Dienst, der immer auch im Zusam­men­hang mit dem Auf­trag der Kir­che steht.

Start einer neuen RPQ in Thüringen

Am 22.9.2025 star­te­te in Neu­die­ten­dorf die neue RPQ mit 18 Teilnehmer:innen aus ganz Thüringen. 

Zu Gast waren fünf Kol­le­gin­nen aus der par­al­lel statt­find­nen­den RPQ-digi­tal. So wur­de der Start erleich­tet und eine ande­re Form des Ler­nens deut­lich. Die Bil­dung regio­na­ler Netz­wer­ke soll so unter­stützt werden.

Mit viel Inter­es­se und Erfah­rungs­aus­tausch ver­stan­den sich die Teilnehmer:innen aus bei­den Kur­sen sehr schnell und sind nun gut gerüs­tet für punk­tu­el­le Zusam­men­ar­beit im Lau­fe des Kurses. 

Die vier ande­ren Teil­neh­me­rin­nen der RPQ-digi­tal wer­den im Okto­ber am Prä­sens­kurs in Drü­beck teil­neh­men. Auch für Sach­sen-Anhalt sol­len so Koor­per­a­tio­nen ange­bahnt und regio­na­le Netz­wer­ke unter­stützt wer­de­nam Ken­nen­lern­tag teilnehmen.

Fack Ju Hitla

© Super­bass / CC-BY-SA‑4.0 (via Wiki­me­dia Commons)

Fack Ju Hit­la – ZDF Maga­zin Royale

Die Aus­ga­be des ZDF Maga­zin Roya­le vom 19. Sep­tem­ber 2025 mit Jan Böh­mer­mann setzt sich mit aktu­el­len poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen in den Schu­len aus­ein­an­der. In Klas­sen­räu­men hört man immer öfter rechts­extre­me Paro­len. Beweist eine Lehr­kraft dar­auf­hin Zivil­cou­ra­ge, bekommt sie von Schul­lei­tun­gen häu­fig die Urban Legend des Neu­tra­li­täts­ge­bots zu hören.

Die Sen­dung fragt damit, ob das Neu­tra­li­täts­ge­bot nicht zu oft dazu benutzt wird, Hass­re­de und Ideo­lo­gien still­schwei­gend zu dul­den oder Ver­ant­wort­lich­kei­ten im Unkla­ren zu lassen.

Mit der Fra­ge­stel­lung soll die Auf­merk­sam­keit dar­auf gelenkt wer­den, dass Sprach­ge­brauch, Mei­nun­gen und Ideo­lo­gien in Schu­len nicht in einem neu­tra­len Raum statt­fin­den, son­dern Teil gesell­schaft­li­cher Aus­ein­an­der­set­zun­gen sind.

Möch­ten Sie die­se Fra­gen im kol­le­gia­len Aus­tausch und mit päd­ago­gi­scher Exper­ti­se ver­tie­fen, sei Ihnen der vir­tu­el­le Fach­tag „Darf ich das sagen?“ – Zwi­schen Neu­tra­li­täts­ge­bot und authen­ti­scher Posi­tio­na­li­tät empfohlen.

Freii: 21 Tage zu mehr Achtsamkeit

freii – für einen bewuss­ten und aus­ge­gli­che­nen Umgang mit digi­ta­len Medien

Die freii-App ist ein inno­va­ti­ves 21-Tage-Pro­gramm, das spe­zi­ell für Jugend­li­che im Alter von 11 bis 15 Jah­ren und ihre Eltern ent­wi­ckelt wur­de. Sie zielt dar­auf ab, die digi­ta­le Medi­en­nut­zung posi­tiv zu gestal­ten und das Fami­li­en­le­ben zu stär­ken. Täg­lich bear­bei­ten die Teil­neh­men­den kur­ze, inter­ak­ti­ve Auf­ga­ben – mal indi­vi­du­ell, mal gemein­sam. Die­se Chal­lenges dau­ern nur 3 bis 7 Minu­ten und kön­nen fle­xi­bel in den All­tag inte­griert werden.

Das Pro­gramm adres­siert zen­tra­le The­men wie Medi­en­kom­pe­tenz, Selbst­re­gu­la­ti­on und gesun­de digi­ta­le Gewohn­hei­ten. Es för­dert die Aus­ein­an­der­set­zung mit der eige­nen Medi­en­nut­zung und unter­stützt dabei, ein aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis zwi­schen Online- und Off­line-Zei­ten zu fin­den. Durch die gemein­sa­me Teil­nah­me wird zudem die Kom­mu­ni­ka­ti­on inner­halb der Fami­lie gestärkt und ein bewuss­ter Umgang mit digi­ta­len Medi­en gefördert.

Die freii-App ist kos­ten­los und kann auf Android- sowie iOS-Gerä­ten genutzt werden. 

Eine Initia­ti­ve der Vil­la Schöpf­lin dem Zen­trum für Sucht­prä­ven­ti­on und seit 2011, einem Vor­rei­ter im Bereich Medienprävention.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und die Mög­lich­keit zur Anmel­dung fin­den sich auf der offi­zi­el­len Website