
Zukunftsszenarien für evangelische Bildung und Kirche
Entscheiden ist von großer Bedeutung für Kirche und Bildung. Angesichts der Unsicherheit von Prognosen wird es allerdings zunehmend komplex. Denn gesellschaftliche Umbrüche, Pluralisierungen, Polarisierungen und die beschleunigte Transformation kirchlicher Bindung wirken auf Bildungsprozesse in kirchlicher (Mit-)Verantwortung ein – sei es direkt durch gezielte Entscheidungen, sei es indirekt durch veränderte Rahmenbedingungen.
Der vorliegende Text eröffnet zukunftsweisende Perspektiven und zeigt konkrete Entscheidungsinstrumentarien, um auch zukünftig handlungsfähig zu bleiben. Denn nur so kann hochwertige evangelische Bildungsarbeit weiterhin Kinder, Jugendliche und
Erwachsene fördern. Dabei zeigt sich, dass die Logik des Handlungsfelds Bildung und die strategische Entwicklung der Kirchen einander wechselseitig bedingen.
Drei Einsichten sind besonders herauszustellen:
Bildungsverantwortung und Kirchenentwicklung gehören nicht nur zusammen, sondern sind stets umfassend Teil des sozialen Wandels. Kirche versteht sich so nicht allein als Akteurin in eigener Sache, sondern als Mitgestalterin einer Gesellschaft, die nach Sinn, Orientierung und Verlässlichkeit fragt. Umgekehrt ist sie auf Glaubwürdigkeit seitens der Gesellschaft angewiesen.
Religiöse Bildung ist weiterhin eine zentrale Ressource, um in vielfältigen Kontexten zwischen familial-privaten und öffentlichen Lebenswelten neues Orientierungswissen zu gewinnen, gelebten Glauben zu erfahren und kirchliches Leben zu tragen.
Ein Test des Kammernetzwerkes der EKD