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Passionszeit | Krieg und Frieden | Dilemma-Situationen

Die Zeit zwi­schen Pas­si­on und Ostern lädt dazu ein, mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern über zen­tra­le Fra­gen des Lebens nach­zu­den­ken: Leid, Hoff­nung, Frie­den und Gerechtigkeit.

Die aktual­len Unter­richts­bau­stei­ne aus dem Mate­ri­al­pool von rpi-vir­tu­ell bie­ten pra­xis­na­he Mate­ria­li­en für alle Schul­stu­fen. Sie grei­fen die The­men Pas­si­on und Ostern alters­ge­recht auf und ver­bin­den bibli­sche Impul­se mit aktu­el­len Fra­gen nach Frie­den und Gerech­tig­keit in unse­rer Welt.

Die Bau­stei­ne ent­hal­ten krea­ti­ve Metho­den, Gesprächs­an­re­gun­gen und sofort ein­setz­ba­re Arbeits­ma­te­ria­li­en für den Unter­richt. Ent­de­cken Sie viel­fäl­ti­ge Ideen, um mit Ihrer Klas­se über Hoff­nung, Zusam­men­halt und Ver­ant­wor­tung ins Gespräch zu kommen.

Die Lichterandacht hat mich wahnsinnig berührt!

Voka­ti­ons­kurs für Thüringen

Die Lich­ter­an­dacht hat mich wahn­sin­nig berührt!”

24 Leh­re­rin­nen und Leh­rer fei­er­ten am Frei­tag ihre Voka­ti­on. Der dazu­ge­hö­ri­ge zwei­tä­gi­ge Voka­ti­ons­kur­ses am 26./27.02.2026 kreis­te um das The­ma Positionalität.

Biblisch beglei­tet wur­de der Kurs durch das Wort aus der Berg­pre­digt: „Ihr seid das Licht der Welt!“  Das Jesus-Wort wur­de beson­ders erfahr­bar gemacht in einer Lich­ter-Andacht am Abend. Die Johan­nis­kir­che in Neu­die­ten­dorf war mit unzäh­li­gen Ker­zen gefüllt und hat so beson­ders ein­drucks­voll den Lehr­kräf­ten gezeigt, was es hei­ßen könn­te das Licht der Welt zu sein und auf die die Zusa­ge Jesu ver­trau­en zu können.

Das digi­ta­le anony­me Feed­back (aus dem die Über­schrift ent­nom­men ist) zeig­te, dass dies für vie­le Teil­neh­men­den ein sehr inspi­rie­ren­der und berüh­ren­der Moment vol­ler Stil­le und posi­ti­ver Gedan­ken war.

Der fest­li­che Got­tes­dienst zur Ein­seg­nung am Abschluss des Kur­ses wur­de von den jun­gen Lehr­kräf­ten mit­ge­stal­tet. Wir durf­ten die­sen zum wie­der­hol­ten Male in der Kir­che St. Johan­nis in Die­ten­dorf fei­ern und dan­ken der Kirch­ge­mein­de an die­ser Stel­le sehr dafür.

Mehr als ein Fach: Religionsunterricht transparent und überzeugend vorstellen

Für den Reli­gi­ons­un­ter­richt lässt sich beson­ders gut auf Eltern­aben­den oder an Tagen der offe­nen Tür wer­ben. In den kom­men­den Wochen ist es wie­der soweit. Beson­ders wir­kungs­voll gelingt so ein Vor­ha­ben, wenn Mate­ria­li­en für den Reli­gi­ons­un­ter­richt leben­dig und pra­xis­nah vor­ge­stellt werden.

Statt nur dar­über zu spre­chen, soll­ten aus­ge­wähl­te Arbeits­hef­te, krea­ti­ve Pro­jek­te, Bild­kar­ten oder digi­ta­le Ange­bo­te anschau­lich aus­ge­legt und erklärt wer­den. Eine kur­ze Ein­füh­rung in Zie­le und Wer­te des Reli­gi­ons­un­ter­richts – wie die Bedeu­tung von Kin­der­fra­gen, ethi­sche Bil­dung oder inter­re­li­giö­ses Ler­nen – schafft Vertrauen.

Kon­kre­te Bei­spie­le aus dem Unter­richt, etwa ein Pro­jekt zu Fes­ten ver­schie­de­ner Reli­gio­nen oder sozia­le Aktio­nen, zei­gen die Rele­vanz im All­tag der Kin­der. Eltern schät­zen Trans­pa­renz: Ein Ein­blick in Lehr­plä­ne, Metho­den und Bewer­tungs­for­men nimmt vie­le Unsi­cher­hei­ten. Offe­ne Gesprä­che, Raum für Fra­gen und klei­ne Mit­mach­ak­tio­nen för­dern Inter­es­se und stär­ken die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Schu­le und Eltern­haus nachhaltig.


Für Thüringen

Alle Infor­ma­tio­nen und wei­te­re Vide­os fin­den sich auf 

Infor­ma­ti­ons­fly­er für die Grund- und wei­ter­füh­ren­de Schu­len kön­nen per Mail kos­ten­frei unter ru@ekmd.de bestellt werden.


Für Sachsen-Anhalt

Ein über­sicht­li­cher Infor­ma­ti­ons­fly­er des Lan­des fin­det sich hier:


Praktische Ideen

Mit einem Kurzfilm Theologisieren

Einen Kurz­film aus dem Ange­bot des Medi­en­zen­trums prä­sen­tie­ren und theo­lo­gi­schen bzw. phi­lo­so­phi­sche Fra­gen dazu aus­le­gen und zum Gespräch ein­la­den, beispielsweise …

Denkst Du, dass die Men­schen die Welt bes­ser machen kön­nen?
Wel­che Regeln sind Dir wich­tig?
Wohin gehen die Toten?


Einen Gotteskoffer vorstellen

Die­sen Kof­fer kann man selbst erstel­len und mit eige­nen Gegen­stän­den befül­len. Er ent­hält eine Samm­lung mit Sym­bo­len zu bibli­schen Got­tes­na­men. Alter­na­tiv kön­nen auch Bild­kar­ten aus­ge­legt wer­den um in den Aus­tausch unmd das Gespräch zu kom­men. Dazu die Frage:

Wie wür­dest Du Gott beschrei­ben? Was denkst du?

Als groß und unbe­greif­lich?
Als einen ver­bor­ge­nen Gott?
Als einen Gott in dem wir leben, in dem wir uns bewe­gen, in dem wir sind?


Die Wertepyramide

Es ist hilf­reich, wenn Schü­le­rin­nen und Schü­ler beim Tag der Offe­nen mit für den Reli­gi­ons­un­ter­richt spre­chen. Mit einem Sta­pel von Wer­ten könenn sie mit Besu­chen­den in ein Gespräch ein­tre­ten. Stel­le mit den fol­gen­den Ele­men­ten eine Wer­te­py­ra­mi­de zusam­men:
Die Basis – Die sozia­le Ebe­ne – Die indi­viuel­le Ebe­ne – Die Spitze

Die Wertebegriffe

  • Ver­trau­en
  • Wür­de
  • Respekt
  • Ehr­lich­keit
  • Acht­sam­keit
  • Tole­ranz
  • Lie­be
  • Empathie/Mitgefühl
  • Hilfs­be­reit­schaft
  • Gerech­tig­keit
  • Ver­ant­wor­tung
  • Mut
  • Gewis­sen
  • Selbst­re­fle­xi­on
  • Ver­ge­bung
  • Dank­bar­keit
  • Frie­den
  • Soli­da­ri­tät
  • Nach­hal­tig­keit
  • Nächs­ten­lie­be
  • Zivil­cou­ra­ge

Ein Quiz für Kinder und Eltern

Ein Quiz am Tag der offe­nen Tür ist eine inter­ak­ti­ve Mög­lich­keit, Eltern und Kin­der spie­le­risch in den Reli­gi­ons­un­ter­richt ein­zu­füh­ren. Es kann kur­ze Fra­gen zu Wer­ten, Fes­ten oder Geschich­ten ver­schie­de­ner Reli­gio­nen ent­hal­ten. Durch Mit­ma­chen wird das The­ma leben­dig, Hemm­schwel­len sin­ken, und Gesprä­che ent­ste­hen wer­den initi­iert. Außer­dem zeigt ein Quiz die Viel­falt und Pra­xis­nä­he des Unter­richts und macht neu­gie­rig auf wei­te­re Mate­ria­li­en und Pro­jek­te. Zwei Vor­schlä­ge für die 1. und 5. Klasse

Neuer Erlass stärkt politische Bildung und Rechtssicherheit

an Schu­len in Sachsen-Anhalt

Minis­te­ri­um für Bil­dung – Pres­se­mit­tei­lung Nr.: 16/2026Magdeburg, den 20. Febru­ar 2026

Poli­ti­sche Bil­dung ist ein zen­tra­ler Bestand­teil des Bil­dungs- und Erzie­hungs­auf­trags der Schu­le. Um Schu­len und Lehr­kräf­ten hier­für kla­re, rechts­si­che­re und pra­xis­na­he Ori­en­tie­rung zu geben, regelt das Minis­te­ri­um für Bil­dung des Lan­des Sach­sen-Anhalt den Umgang mit par­tei­po­li­ti­scher Wer­bung sowie mit Poli­ti­ker­be­su­chen an Schu­len künf­tig ver­bind­lich in einem eige­nen Erlass. Der Erlass ist mit Ver­öf­fent­li­chung in der Febru­ar­aus­ga­be des Schul­ver­wal­tungs­blatts in Kraft getreten.

Ziel des neu­en Erlas­ses ist es, Lehr­kräf­ten und Schul­lei­tun­gen eine ver­bind­li­che und päd­ago­gisch fun­dier­te Grund­la­ge für den Umgang mit poli­tisch sen­si­blen Situa­tio­nen zu geben und die Rol­le der Schu­le als zen­tra­len Ort demo­kra­ti­scher Bil­dung zu stärken.

„Unse­re Schu­len sind Orte der Demo­kra­tie. Lehr­kräf­te dür­fen, sol­len und müs­sen Hal­tung zei­gen, wenn es um die Wer­te der frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung geht. Das ist kein par­tei­po­li­ti­sches Han­deln, son­dern unser gemein­sa­mer Auftrag.“

Bil­dungs­mi­nis­ter Jan Riedel

Beu­tels­ba­cher Kon­sens als ver­bind­li­cher Maßstab

Der neue Erlass ersetzt die bis­he­ri­ge Hand­rei­chung und ver­an­kert den Beu­tels­ba­cher Kon­sens und sei­ne drei Kern­prin­zi­pi­en aus­drück­lich als ver­bind­li­chen Maß­stab poli­ti­scher Bil­dung in Sachsen-Anhalt.

  • Über­wäl­ti­gungs­ver­bot: Kei­ne Indok­tri­na­ti­on oder poli­ti­sche Bevor­mun­dung – Ziel ist die eigen­stän­di­ge Urteils­bil­dung der Schü­le­rin­nen und Schüler.
  • Kon­tro­ver­si­täts­prin­zip: Was in Poli­tik, Gesell­schaft und Wis­sen­schaft kon­tro­vers ist, muss auch im Unter­richt als kon­tro­vers dar­ge­stellt werden.
  • Schü­ler­ori­en­tie­rung und Teil­ha­be: Poli­ti­sche Bil­dung soll jun­ge Men­schen befä­hi­gen, eige­ne Posi­tio­nen zu ent­wi­ckeln und sich aktiv am poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Leben zu beteiligen.

Neu­tra­li­tät heißt nicht Indifferenz

Der Erlass betont dar­über hin­aus, dass par­tei­po­li­ti­sche Neu­tra­li­tät nicht mit poli­ti­scher Indif­fe­renz gleich­zu­set­zen ist.

Rie­del dazu:

„Lehr­kräf­te sind aus­drück­lich berech­tigt und ver­pflich­tet, für die Wer­te der frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung ein­zu­tre­ten. Men­schen­wür­de, Gleich­be­rech­ti­gung, Demo­kra­tie und Rechts­staat­lich­keit sind kei­ne par­tei­po­li­ti­schen Posi­tio­nen, son­dern ver­fas­sungs­recht­lich ver­bürg­te Grund­wer­te. Dis­kri­mi­nie­ren­de, ras­sis­ti­sche oder demo­kra­tie­feind­li­che Äuße­run­gen dür­fen nicht als blo­ße ‚Mei­nung‘ ste­hen blei­ben, son­dern müs­sen von Lehr­kräf­ten ein­ge­ord­net und kri­tisch reflek­tiert wer­den. Lehr­kräf­te kön­nen sich dar­auf ver­las­sen, dass ihr Enga­ge­ment für Demo­kra­tie, Men­schen­wür­de und Grund­rech­te aus­drück­lich gewollt, not­wen­dig und geschützt ist.“

Bil­dungs­mi­nis­ter Jan Riedel

Kla­re Regeln für par­tei­po­li­ti­sche Werbung

Der Erlass stellt klar, dass par­tei­po­li­ti­sche Wer­bung auf dem Schul­ge­län­de grund­sätz­lich unzu­läs­sig ist. Dazu zäh­len ins­be­son­de­re das Ver­tei­len oder Aus­le­gen von Fly­ern, Pla­ka­ten und Wahl­kampf­ma­te­ria­li­en sowie par­tei­po­li­ti­sche Kam­pa­gnen oder Aktio­nen auf dem Schul­ge­län­de. Zuläs­sig sind hin­ge­gen Unter­richts- und Schul­ver­an­stal­tun­gen, in denen poli­ti­sche Inhal­te sach­lich, didak­tisch ein­ge­bet­tet und im Sin­ne des Beu­tels­ba­cher Kon­sen­ses vor­be­rei­tet und nach­be­rei­tet werden.

Poli­ti­ker­be­su­che päd­ago­gisch eingebettet

Poli­ti­ker­be­su­che im Unter­richt wer­den aus­drück­lich als wich­ti­ger Bestand­teil poli­ti­scher Bil­dung aner­kannt. Sie sind päd­ago­gisch vor- und nach­zu­be­rei­ten, unter­schied­li­che poli­ti­sche Per­spek­ti­ven sind zu berück­sich­ti­gen und die didak­ti­sche Ver­ant­wor­tung liegt bei der Lehr­kraft. Im Jah­res­ver­lauf ist auf Aus­ge­wo­gen­heit zwi­schen ver­schie­de­nen poli­ti­schen Posi­tio­nen zu ach­ten. In den letz­ten vier Unter­richts­wo­chen vor einer Wahl sind par­tei­po­li­ti­sche Ein­zel­ver­an­stal­tun­gen unzulässig.

Kla­rer Umgang mit extre­mis­ti­schen Akteuren

Für den Umgang mit extre­mis­ti­schen Akteu­ren ent­hält der Erlass kla­re Vor­ga­ben: Ver­fas­sungs­feind­li­che, ras­sis­ti­sche oder men­schen­ver­ach­ten­de Posi­tio­nen sind nicht als legi­ti­me Alter­na­ti­ven dar­zu­stel­len. Schu­len erhal­ten hier­zu Bera­tungs- und Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te durch das Minis­te­ri­um für Bil­dung, das Lan­des­schul­amt und die Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bildung.

Demo­kra­tie­bil­dung als ver­fas­sungs­recht­li­cher Auftrag

„Demo­kra­tie­bil­dung ist kein par­tei­po­li­ti­sches Pro­jekt, son­dern ein ver­fas­sungs­recht­li­cher Auf­trag. Sie befä­higt jun­ge Men­schen zur eigen­stän­di­gen Urteils­bil­dung, demo­kra­ti­schen Teil­ha­be und akti­ven Mit­ge­stal­tung der Gesell­schaft. Unse­re Schu­len blei­ben Orte offe­ner, sach­li­cher und plu­ra­ler Auseinandersetzung.“

Bil­dungs­mi­nis­ter Jan Riedel

Neuer Qualifizierungskurs „Kompetenzorientiert Religion unterrichten”

Am 9. März 2026 star­te­te erneut der Qua­li­fi­zie­rungs­kurs „Kom­pe­tenz­ori­en­tiert Reli­gi­on unter­rich­ten” der EKM. Er unter­stützt kirch­li­che Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, die im Rah­men von Gestel­lungs­ver­trä­gen der EKM mit staat­li­chen Stel­len zusam­men­ar­bei­ten, sowie Quereinsteiger:innen mit theo­lo­gi­scher Grundausbildung.

Das Kurs­sys­tem ver­bin­det theo­re­ti­sche Aneig­nun­gen und Refle­xi­onpha­sen in Prä­senz­mo­du­len und Online­ein­hei­ten. Beglei­tet wird der Kurs durch ment­orier­te Prak­ti­ka. Für den Erwerb des Zer­ti­fi­kats sind ein Kol­lo­qui­um sowie eine unter­richts­prak­ti­sche Lehr­pro­be notwendig.

Eine Bewer­bung für einen nächs­ten Qua­li­fi­zie­rungs­kurs ist über die fol­gen­de Sei­te möglich.

Orientierungsrahmen – Globale Entwicklung für die gymnasiale Oberstufe

Der neue Ori­en­tie­rungs­rah­men Glo­ba­le Ent­wick­lung – Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung (BNE) in der gym­na­sia­len Ober­stu­fe erschien im Okto­ber 2025. Er wur­de von der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) als Emp­feh­lung verabschiedet.

Die betei­lig­ten Autorinnen prä­sen­tie­ren die zen­tra­len Inhal­te des Ori­en­tie­rungs­rah­mens – von den über­ge­ord­ne­ten Grund­la­gen­ka­pi­teln bis zu den 17 fächer­be­zo­ge­nen Bei­trä­gen – und zei­gen kon­kre­te Bei­spie­le für die Umset­zung im Unter­richt. Neben fach­li­chen Impul­sen bie­tet die Ver­an­stal­tung Raum für Fra­gen und Aus­tausch mit den Refe­rentinnen.

Für Reli­gi­on: Am 24.02.2026 mit Mela­nie Gehen­zig & Klaus Schil­ling
Für Phi­lo­so­phie und Ethik: Am 17.03.2026 mit Uta Henze

Der Ori­en­tie­rungs­rah­men ist in Zusam­men­ar­beit von KMK und dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) ent­stan­den und wur­de von Enga­ge­ment Glo­bal koor­di­niert und erar­bei­tet. Er bie­tet eine fun­dier­te Grund­la­ge, um Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung mit glo­ba­ler Per­spek­ti­ve nach­hal­tig im Unter­richt und im schu­li­schen Kon­text zu verankern.

Die Online-Ver­an­stal­tung ist kos­ten­frei. Eine Anmel­dung ist sowohl für ein­zel­ne als auch für meh­re­re Ter­mi­ne möglich.

Der Beteiligungsprozess Bildungsland Sachsen-Anhalt 2035

Das Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um Sach­sen-Anhalt führt im Rah­men des Chan­ge-Lear­ning-Pro­gramms der Ber­tels­mann Stif­tung gemein­sam mit dem nexus Insti­tut einen breit ange­leg­ten Betei­li­gungs­pro­zess durch, um Erfah­run­gen, Bedar­fe und Ideen aus der schu­li­schen Pra­xis sys­te­ma­tisch in die Wei­ter­ent­wick­lung des Schul­sys­tems einzubeziehen.

Im Mit­tel­punkt steht die gemein­sa­me Fra­ge, wie das Schul­sys­tem in Sach­sen-Anhalt so wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kann, dass zeit­ge­mä­ßes Ler­nen gelingt und die Her­aus­for­de­run­gen der kom­men­den Jah­re bewäl­tigt wer­den kön­nen. Der Pro­zess dient dazu, kon­kre­te kurz- und lang­fris­ti­ge Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung des Schul­sys­tems zu ent­wi­ckeln, und Ver­trau­en, Ver­ständ­nis und kon­ti­nu­ier­li­chen Aus­tausch zwi­schen den Betei­lig­ten zu stär­ken. Grund­la­ge bil­den die Emp­feh­lun­gen der Exper­ten­kom­mis­si­on zur Zukunft des Schul­we­sens, ins­be­son­de­re ihre vier zen­tra­len Hand­lungs­fel­der: (1) Zeit­ge­mä­ßes Ler­nen in einer Kul­tur der Digi­ta­li­tät, (2) Chan­cen­ge­rech­te Schu­le, (3) Eigen­stän­di­ge Schu­le, (4) Pro­fes­sio­na­li­sie­rung des Personals.

Die Betei­li­gung erfolgt in einem mehr­stu­fi­gen Ver­fah­ren, das vom nexus Insti­tut kon­zi­piert und durch­ge­führt wird. Der Bei­rat über­nimmt im Rah­men des Gesamt­pro­zes­ses eine bera­ten­de Funk­ti­on. Er beglei­tet den Pro­zess kon­ti­nu­ier­lich und trägt dazu bei, ein gemein­sa­mes Pro­zess­ver­ständ­nis sowie gemein­sa­me Ergeb­nis­se zu entwickeln.

Die Arbeits­wei­se in der Zusam­men­ar­beit ist geprägt durch:

  • ko-krea­ti­ves Vorgehen,
  • die Berück­sich­ti­gung aller Perspektiven,
  • einen kon­struk­ti­ven und wert­schät­zen­den Austausch.

Die fina­len Ent­schei­dun­gen zur Pro­zess­ge­stal­tung sowie die fach­li­che Ver­ant­wor­tung für die Ergeb­nis­se lie­gen beim Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um in Abstim­mung mit der Ber­tels­mann Stif­tung und dem nexus Institut.

Inter­es­sier­te sind herz­lich zu ins­ge­samt drei Regio­nal­fo­ren im Rah­men des Pro­zes­ses Bil­dungs­land Sach­sen-Anhalt 2035 ein­ge­la­den. Ziel ist es, in den Dia­log zu tre­ten und gemein­sam Ideen zu ent­wi­ckeln, wie Schu­le und Bil­dung in Sach­sen-Anhalt zukunfts­fä­hig gestal­tet wer­den können.

Anmel­dung zu den Regionalforen

Warum souveräne Datennutzung für Schule und Pädagogik unverzichtbar ist

Daten­kom­pe­tenz in der Schule

Ob in sozia­len Medi­en, bei Wet­ter-Apps, KI-Anwen­dun­gen oder in poli­ti­schen Debat­ten – über­all begeg­nen uns Zah­len, Sta­tis­ti­ken und Algo­rith­men. Daten beein­flus­sen, wel­che Nach­rich­ten wir lesen, wel­che Pro­duk­te uns emp­foh­len wer­den und wie wir uns in der digi­ta­len Welt bewe­gen. Doch wie gut ver­ste­hen wir eigent­lich die Mecha­nis­men dahinter?

Gera­de für Schüler*innen ist es ent­schei­dend, Daten nicht nur zu kon­su­mie­ren, son­dern sie bewusst, kri­tisch und kon­text­be­zo­gen zu ver­ste­hen. Nur so kön­nen sie Posi­tio­nen hin­ter­fra­gen, mani­pu­la­ti­ve Dar­stel­lun­gen erken­nen und selbst­be­stimmt Ent­schei­dun­gen tref­fen. Die zen­tra­le Fra­ge in die­sem Kon­text lau­tet: Wie berei­ten wir jun­ge Men­schen auf eine daten­ge­trie­be­ne Welt vor, ohne dabei ihre Auto­no­mie ein­zu­schrän­ken und so, dass gleich­zei­tig ihr kri­ti­sches Den­ken geför­dert wird? Für Lehr­kräf­te kann das kon­kret bedeu­ten, Daten­wis­sen und KI-Kom­pe­tenz stär­ker im Unter­richt zu ver­an­kern – zum Bei­spiel mit inter­ak­ti­ven Lern­mo­du­len, pra­xis­na­hen Mate­ria­li­en und einem kla­ren Fokus auf Handlungsorientierung.

Von persönlichen Datenspuren zu gesellschaftlicher Teilhabe

Daten­kom­pe­tenz ist mehr als tech­ni­sches Know-how. Sie ist die Kul­tur­tech­nik des 21. Jahr­hun­derts, ver­gleich­bar mit Lesen, Schrei­ben und Rech­nen. Wer Daten ver­steht, kann:

  • Informierte(re) Ent­schei­dun­gen tref­fen: Wel­cher Gesund­heits-App kann ich ver­trau­en? Wie inter­pre­tie­re ich Umfra­ge­er­geb­nis­se in den Medien?
  • Mani­pu­la­ti­on erken­nen: Wie wer­den Sta­tis­ti­ken gebraucht oder eben miss­braucht, um poli­ti­sche Mei­nun­gen zu beein­flus­sen? Hin­ter wel­chen ver­meint­li­chen Fak­ten ste­cken belast­ba­re Daten?
  • Gesell­schaft­lich par­ti­zi­pie­ren: Wie kann ich z.B. mit Open Data mei­ne Umge­bung mit­ge­stal­ten oder sozia­le Miss­stän­de aufdecken?
  • Krea­tiv wer­den: Wie kann ich Daten mit­hil­fe von Visua­li­sie­run­gen wie Dia­gram­men oder Kar­ten zugäng­li­cher machen? Wel­che Geschich­ten ste­cken hin­ter ver­meint­lich tro­cke­nen Zah­len und Statistiken?

Daten sind kein neu­tra­les Werk­zeug – sie sind sehr häu­fig Macht­in­stru­ment in den Hän­den von gro­ßen Tech­kon­zer­nen, ein hohes Wirt­schafts­gut und auch die Grund­la­ge demo­kra­ti­scher Pro­zes­se. Schüler*innen soll­ten des­halb nicht nur ler­nen, mit Daten zu arbei­ten, son­dern auch ver­ste­hen, wem Daten gehö­ren, wer von ihrer Nut­zung pro­fi­tiert und wel­che ethi­schen Fra­gen damit ver­bun­den sind.

Glaubenssachen

Inter­re­li­giö­ser Kalen­der 2026

Der Inter­re­li­giö­se Kalen­der für das Land Bran­den­burg 2026 ist ab sofort für Inter­es­sier­te bestell­bar oder als pdf-Datei abruf­bar. Das The­ma ist „Glau­bens­sa­chen“.

Nach den vier Ele­men­ten Was­ser, Luft, Feu­er und Erde wid­met sich der Kalen­der in die­sem Jahr einem neu­en The­ma: den „Glau­bens­sa­chen“ – jenen beson­de­ren Gegen­stän­den, die in allen Reli­gio­nen und Glau­bens­rich­tun­gen eine wich­ti­ge Rol­le spielen.

Gebets­ket­ten und Gebets­müh­len, kost­ba­re Kel­che und kunst­vol­le Schutz­hül­len für Hei­li­ge Schrif­ten, Glo­cken und Weih­rauch – all die­se Din­ge ver­bin­den Men­schen mit ihrer Spi­ri­tua­li­tät und beglei­ten sie durch ihren reli­giö­sen All­tag. Sie hel­fen beim Beten, schüt­zen das Hei­li­ge und schaf­fen eine Ver­bin­dung zum Göttlichen.

Der Kalen­der zeigt in ein­drucks­vol­len Fotos und erklä­ren­den Tex­ten, wie viel­fäl­tig die­se „Glau­bens­sa­chen“ in den ver­schie­de­nen Bran­den­bur­ger Reli­gi­ons- und Glau­bens­ge­mein­schaf­ten sind. Dabei wer­den Gemein­sam­kei­ten sicht­bar, die über Reli­gi­ons­gren­zen hin­weg ver­bin­den, und Unter­schie­de, die die Viel­falt des Glau­bens bereichern.

Bran­den­bur­ger Reli­gi­ons- und Glau­bens­ge­mein­schaf­ten stel­len die­ses The­ma im Kalen­der mit Fotos und beschrei­ben­den Tex­ten viel­fäl­tig dar.

Hier kön­nen Sie den Inter­re­li­giö­sen Kalen­der 2026 kos­ten­frei bestel­len:
zum Bestell­for­mu­lar

Eine PDF-Datei kön­nen Sie hier her­un­ter­la­den: Inter­re­li­giö­ser Kalen­der 2026 (PDF, 10 MB)

Entscheiden jenseits vertrauter Horizonte

Zukunfts­sze­na­ri­en für evan­ge­li­sche Bil­dung und Kirche

Ent­schei­den ist von gro­ßer Bedeu­tung für Kir­che und Bil­dung. Ange­sichts der Unsi­cher­heit von Pro­gno­sen wird es aller­dings zuneh­mend kom­plex. Denn gesell­schaft­li­che Umbrü­che, Plu­ra­li­sie­run­gen, Pola­ri­sie­run­gen und die beschleu­nig­te Trans­for­ma­ti­on kirch­li­cher Bin­dung wir­ken auf Bil­dungs­pro­zes­se in kirch­li­cher (Mit-)Verantwortung ein – sei es direkt durch geziel­te Ent­schei­dun­gen, sei es indi­rekt durch ver­än­der­te Rah­men­be­din­gun­gen.

Der vor­lie­gen­de Text eröff­net zukunfts­wei­sen­de Per­spek­ti­ven und zeigt kon­kre­te Ent­schei­dungs­in­stru­men­ta­ri­en, um auch zukünf­tig hand­lungs­fä­hig zu blei­ben. Denn nur so kann hoch­wer­ti­ge evan­ge­li­sche Bil­dungs­ar­beit wei­ter­hin Kin­der, Jugend­li­che und
Erwach­se­ne för­dern. Dabei zeigt sich, dass die Logik des Hand­lungs­felds Bil­dung und die stra­te­gi­sche Ent­wick­lung der Kir­chen ein­an­der wech­sel­sei­tig bedingen.

Drei Ein­sich­ten sind beson­ders her­aus­zu­stel­len:
Bil­dungs­ver­ant­wor­tung und Kir­chen­ent­wick­lung gehö­ren nicht nur zusam­men, son­dern sind stets umfas­send Teil des sozia­len Wan­dels. Kir­che ver­steht sich so nicht allein als Akteu­rin in eige­ner Sache, son­dern als Mit­ge­stal­te­rin einer Gesell­schaft, die nach Sinn, Ori­en­tie­rung und Ver­läss­lich­keit fragt. Umge­kehrt ist sie auf Glaub­wür­dig­keit sei­tens der Gesell­schaft ange­wie­sen.

Reli­giö­se Bil­dung ist wei­ter­hin eine zen­tra­le Res­sour­ce, um in viel­fäl­ti­gen Kon­tex­ten zwi­schen fami­li­al-pri­va­ten und öffent­li­chen Lebens­wel­ten neu­es Ori­en­tie­rungs­wis­sen zu gewin­nen, geleb­ten Glau­ben zu erfah­ren und kirch­li­ches Leben zu tragen.

Ein Test des Kam­mer­netz­wer­kes der EKD