Abschluss der Religionspädagogischen Qualifizierung in Neudietendorf

23 Erzie­her und Erzie­he­rin­nen konn­ten am 3. Juni 2025 ihren erfolg­rei­chen Abschluss der Reli­gi­ons­päd­ago­gi­schen Qua­li­fi­zie­rung in Neu­die­ten­dorf feiern. 

Die Teilnehmer:innen der RPQ-digi­tal und der prä­sen­ti­schen RPQ berei­te­ten den gemein­sa­men Ein­seg­nungs­got­tes­dienst enga­giert, struk­tu­riert und mit sehr viel Froh­sinn vor. Regio­nal­bi­schof Schü­fer run­de­te das Kur­sen­de mit sei­nem hohen Inter­es­se an den Erfah­run­gen der Kursteilnehmer:innen ab. Die St.Johanniskirche umrahm­te atmo­sphä­risch Lie­der und Pre­digt, die strin­gent zum Segen führten. 

Zum anschlie­ßen­den Imbiss im Kirch­gar­ten, den die Teilnehmer:innen kom­plett allein orga­ni­sier­ten, gab es bei schöns­tem Son­nen­schein vie­le erns­te und fröh­li­che Gesprä­che über Arbeit, Pri­va­tes und zukünf­ti­ge Fort­bil­dun­gen.                                                                                                                                                Bri­ta Bernet

Antisemitismus, Israel und Schule

Online-Sprech­stun­de für Lehrkräfte

Die Evan­ge­li­sche Aka­de­mie Ber­lin lädt zu Online-Sprech­stun­den ein und schreibt dazu: „Seit dem Ter­ror­an­griff der Hamas auf Isra­el am 7. Okto­ber 2023 haben sich die Unsi­cher­hei­ten und Her­aus­for­de­run­gen für päd­ago­gisch Han­deln­de ver­stärkt: Wie über (israel­be­zo­ge­nen) Anti­se­mi­tis­mus spre­chen und wie den Unter­richt in die­sem viel­schich­ti­gen The­men­kom­plex gestal­ten? Vie­le Multiplikator:innen sind mit Schwei­gen oder pola­ri­sier­ten bis hin zu aggres­si­ven Posi­tio­nen von Kolleg:innen und Schüler:innen kon­fron­tiert; oft sind sie unsi­cher im Blick auf ihre eige­nen Wis­sens­stän­de und Per­spek­ti­ven. Die Online-Sprech­stun­de bie­tet die Mög­lich­keit zum Nach­den­ken, Ler­nen und für kol­le­gia­len Austausch.

Im Gespräch mit der israe­li­schen Bil­dungs­exper­tin und Autorin Ani­ta Haviv gibt es die Mög­lich­keit, Fra­gen zu stel­len sowie Fall­bei­spie­le und Erfah­run­gen aus­zu­tau­schen, um sich gegen­sei­tig zu stär­ken und die eige­ne Per­spek­ti­ve zu ent­wi­ckeln. Die Ver­an­stal­tung wird zwei Mal angeboten.”

Ter­mi­ne:

19.6. 2025, 17:00 – 18:30 Uhr

Pro­gramm und Anmel­dung: Anti­se­mi­tis­mus, Isra­el und Schu­le

10.7. 2025, 19:00 –
20:30 Uhr

Pro­gramm und Anmel­dung: Anti­se­mi­tis­mus, Isra­el und Schule

Ort: Online

Der Beginn des Hadsch

Und die Men­schen sind Gott gegen­über ver­pflich­tet, die Wall­fahrt nach dem Haus zu machen – soweit sie dazu eine Mög­lich­keit finden.

Sure 3:97

Heu­te beginnt der Hadsch. Die mehr­tä­gi­ge Pil­ger­rei­se gehört zu den fünf Säu­len des sun­ni­ti­schen Islam. Gesun­de Mus­li­me sol­len ein­mal im Leben die Rei­se auf sich neh­men. Aus der gesam­ten Welt kom­men die Gläu­bi­gen nach Sau­di-Ara­bi­en. Für vie­le ist der Hadsch auch eine finan­zi­el­le Her­aus­for­de­rung, für die lan­ge gespart wer­den muss.

In Mek­ka wer­den ca. 2 Mill. Pil­ge­rin­nen und Pil­ger erwar­tet. Um die Mas­sen sicher lei­ten zu kön­nen, steu­ert Sau­di-Ara­bi­en die Ein­rei­se über begrenz­te Visa, die aus­schließ­lich für die­sen Zweck erteilt wer­den. Jedes Jahr rei­sen jedoch auch nicht­re­gis­trier­te Pil­ger ein. (Zah­len im Über­blick)

Wenn für Ver­kehrs­pla­ner die Men­ge zum logis­ti­schen Pro­blem wird, fin­den die Gläu­bi­gen die Gebor­gen­heit einer glo­ba­len Gemein­schaft und die Nähe Gottes.

Die­ses Phä­no­men tei­len die Reli­gio­nen die­ser Welt u.a. mit sport­li­chen Groß­ereig­nis­sen und musi­ka­li­schen Events.

Religion wird in der politischen Bildung vernachlässigt

Von der „Dif­fe­renz­ka­te­go­rie“ zum demo­kra­ti­schen Poten­ti­al: Reli­gi­on als Res­sour­ce für poli­ti­sche Bildung

Reli­gi­on und Migra­ti­on wer­den in Deutsch­land häu­fig von Vor­ur­tei­len und Dis­kri­mi­nie­run­gen bestimmt. Das trifft vor allem jüdi­sche und mus­li­mi­sche Men­schen. In der poli­ti­schen Bil­dung taucht Reli­gi­on meist als pro­blem­be­haf­te­tes Dif­fe­ren­zie­rungs­merk­mal auf. Das ver­stärkt und schafft Raum für anti-demo­kra­ti­sche Akteu­re. Reli­giö­se Fras­ge­stel­lun­gen und Orga­ni­sa­tio­nen bie­ten jedoch auch Chan­cen für Empower­ment und die Über­win­dung von Vorurteilen.

Die Sicht­bar­ma­chung und Ein­bin­dung von Reli­gi­on in die poli­ti­sche Bil­dung hat das Poten­zi­al, kul­tu­rel­le Diver­si­tät nicht zuerst als Hin­der­nis, son­dern viel­mehr als Res­sour­ce wahrzunehmen.

Ins­be­son­de­re in einem Land wie Deutsch­land, das sich erst spät als Einwanderungsge­sellschaft begreift, ist Bil­dung häu­fig noch von euro­zen­tri­schen Per­spek­ti­ven geprägt, was den Blick unnö­tig ver­engt und Aus­schluss­me­cha­nis­men ver­stär­ken kann. 

Die sys­te­ma­ti­sche Refle­xi­on reli­giö­ser Tra­di­tio­nen aus einem poli­ti­schen Blick­win­kel kann dazu bei­tra­gen, Vor­ur­tei­le über ver­schie­de­ne kul­tu­rel­le Bezü­ge abzu­bau­en und bis­lang wenig bekann­te eman­zi­pa­to­ri­sche Ansät­ze, wie etwa befrei­ungs­theo­lo­gi­sche Kon­zep­te, stär­ker in den Fokus zu rücken. 

„Feste feiern im Kirchenjahr in konfessionell-kooperativer Perspektive“

Unter dem The­ma „Fes­te fei­ern im Kir­chen­jahr in kon­fes­sio­nell-koope­ra­ti­ver Per­spek­ti­ve“ tra­fen sich am 15. Mai 2025 nahe­zu 40 Reli­gi­ons­lehr­kräf­te zur dies­jäh­ri­gen Fort­bil­dung für kon­fes­si­ons­sen­si­blen bzw. kon­fes­sio­nell-koope­ra­ti­ven Reli­gi­ons­un­ter­richt in Thüringen.

Die Ver­an­stal­tung wur­de in Koope­ra­ti­on von THILLM, der Schul­ab­tei­lung des Bischöf­li­chen Ordi­na­ri­ats Erfurt, der Theo­lo­gi­schen Fakul­tät der Fried­rich-Schil­ler-Unis­ver­si­tät Jena, der Katho­lisch-Theo­lo­gi­schen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Erfurt und dem PTI der EKM erar­bei­tet und durchgeführt.

Für das Impuls­re­fe­rat konn­te Herr Prof. Dr. Bene­dikt Kra­ne­mann von der Katho­lisch-Theo­lo­gi­schen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Erfurt gewon­nen wer­den. Er gab Ein­bli­cke in katho­li­sche, evan­ge­li­sche und ortho­do­xe Per­spek­ti­ven zur Fei­er des Oster­fes­tes. Ein kur­zer Aus­tausch über das Gehör­te ermög­lich­te es den Lehr­kräf­ten, eige­ne Unter­richts­er­fah­run­gen ein­zu­tra­gen und mit­ein­an­der ins Gespräch zu kommen.

Im Anschluss waren die Teil­neh­men­den ein­ge­la­den, in meh­re­ren Durch­gän­gen drei der ins­ge­samt sechs Sta­tio­nen zum Kir­chen­jahr zu besu­chen. So konn­te man u.a. ins Gespräch kom­men über das Mar­tins­fest in den Kon­fes­sio­nen, kon­fes­sio­nel­le Beson­der­hei­ten (Fron­leich­nam, Refor­ma­ti­ons­fest) näher erkun­den, sich mit Buß­ta­gen aus­ein­an­der­set­zen, kon­fes­sio­nel­len Gemein­sam­kei­ten und Unter­schie­de im Umgang mit dem Tod (Aller­see­len, Ewig­keits­sonn­tag) nach­ge­hen oder den Him­mel­fahrts­tag kon­fes­si­ons­sen­si­bel reflektieren.

Im abschlie­ßen­den Ple­num wur­de deut­lich, dass das Ver­an­stal­tungs­for­mat auch 2026 auf Inter­es­se stößt und dass somit das Vor­be­rei­tungs­team schon in die erneu­te Pla­nung star­ten kann.

Frequently Asked Questions – Das neue Kurz & Gut

Nach fünf Jah­ren und einer Rei­he gelun­ge­ner Online-Ver­an­stal­tun­gen wird „Kurz & Gut” in ein neu­es Online-For­mat überführt.

Mit Beginn der Pan­de­mie 2020 ent­wi­ckel­ten die Schul­be­auf­trag­ten mit den Kolleg:innen aus dem Schul­be­reich des PTI ein neu­es Fort­bil­dungs­for­mat. Die als Rei­he kon­zi­pier­te Ver­an­stal­tung soll­te tages­ak­tu­el­le Her­aus­for­de­run­gen, schu­li­schen All­tag und schul­stu­fen­spe­zi­fi­sche Unter­richts­ideen ver­bin­den. Der kol­le­gia­le Aus­tausch und die Selbst­wahr­neh­mung der beruf­li­chen Iden­ti­tät als Reli­gi­ons­lehr­kräf­te hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren vie­le posi­ti­ve Impul­se set­zen kön­nen. Das reich­te weit über die Zeit der Pan­de­mie hinaus.

Die gesell­schaft­li­chen und schu­li­schen Rah­men­be­din­gun­gen haben sich seit dem wei­ter­ent­wi­ckelt. Die Lebens­be­din­gun­gen der Kin­der und Jugend­li­chen haben sich ver­än­dert. Die innen- und außen­po­li­ti­schen Ver­än­de­run­gen stel­len Lehr­kräf­te vor neue Fra­gen. Nicht zuletzt haben sich die Schul- und Unter­richts­kul­tu­ren ver­än­dert. Die Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se in den Kir­chen sind vor­an­ge­schrit­ten. Der Kern reli­giö­ser Bil­dung wird an vie­len Stel­len berührt.

Dar­auf reagiert das neue For­mat „Fre­quent­ly Asked Ques­ti­ons”. Das phi­lo­so­phisch-theo­lo­gi­sche Gespräch wird im Zen­trum ste­hen: Zuhö­ren, eige­nen Posi­tio­nen for­mu­lie­ren, in ein gemein­sa­mes Gespräch ein­tau­schen.
Wir sind über­zeugt, dass hier ein Schlüs­sel für zukünf­ti­ges Ler­nen liegt.

Die Impul­se bil­den ele­men­ta­re Fra­gen, die die Teil­neh­men­den gemein­sam erör­tern. Die Viel­falt der Gedan­ken und Ideen müs­sen wahr­ge­nom­men und respek­tiert wer­den kön­nen. Das ganz Ande­re hat auch Rech­te. Und über Ablei­tun­gen für den eige­nen Unter­richt muss gespro­chen wer­den können.

Kann man mit Gott befreun­det sein?

Wie kommt man vom Krieg zum Frieden?

Wie ent­steht Reichtum?

Haben Tie­re eine Seele?

Kann Wahr­heit auch erfun­den werden?

Was ist mir Hei­mat und was Zuhau­se und wo lie­gen die Unterschiede?

Mit krea­ti­ven Ideen und fri­schem Schwung arbei­ten wir am neu­en For­mat. Das Gute wol­len wir bewah­ren und uns auf Neu­es ein­las­sen. Die Hoff­nung ist groß, dass die­ses neue Kon­zept eben­so Ihre und Eure Zustim­mung fin­den wird. Wir freu­en uns auf eine rege Teilnahme.

Start für einen ers­ten Pilo­ten ist am 27.08.2025, 16:00 – 18:00 Uhr, Online

narrt-FACHTAG 2025

Netzwerk antisemitismus- und rassismuskritische Religionspädagogik und Theologie

Das Netz­werk lädt ein zu einem digi­ta­len Fachtag.

15.05.2025, 9:30 – 15:30 Uhr, online

Im Fokus ste­hen die Beschäf­ti­gung mit der Mess­bar­keit von Wir­kung und Qua­li­täts­kri­te­ri­en ras­sis­mus­kri­ti­scher und anti­se­mi­tis­mus­kri­ti­scher Bil­dung, ins­be­son­de­re in reli­gi­ons­päd­ago­gi­schen und theo­lo­gi­schen Kon­tex­ten. Außer­dem geben For­schen­de Ein­bli­cke in aktu­el­le wis­sen­schaft­li­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen rund um die The­men­fel­der von narrt.

Aus dem Programm

  • Empi­ri­sche Erfas­sung päd­ago­gi­scher Wirk­sam­keit – Grund­ideen und metho­di­sche Ansät­ze
    Andre­as San­der, Come­ni­us-Insti­tut Münster
  • Qua­li­täts­kri­te­ri­en anti­se­mi­tis­mus­kri­ti­scher Bil­dung in Kir­che und Theo­lo­gie
    Steue­rungs­grup­pe von narrt
  • Jer­maine Ire­bor, Erlan­gen-Nürn­berg: Ein­bli­cke in das Dis­ser­ta­ti­ons­pro­jekt: „Un/gesehen: Erin­ner­te Erfah­run­gen Schwar­zer Jugend­li­cher mit Glau­bens­fi­gu­ren im evan­ge­li­schen Religionsunterricht“
  • Dr. Lin­da Bal­zer, Uni­ver­si­tät Saar­land: Refle­xio­nen und Impul­se: Anti­se­mi­tis­mus­kri­ti­sche Per­spek­ti­ven in der Lehrer*innenausbildung
  • Hans-Ulrich Probst, Domi­nik Gau­tier, Karo­li­ne Rit­ter, Char­lot­te Jacobs: Ein­bli­cke in den Sam­mel­band: „Topoi und Netz­wer­ke der reli­giö­sen Rech­ten. Ver­bin­den­de Feind­bil­der zwi­schen Chris­ten­tum und extre­mer Rechter“
  • Vera Uppen­kamp, Leu­pha­na Lüne­burg und Julia­ne Ta Van: Que­e­re Theo­lo­gien anti­se­mi­tis­mus­kri­tisch lesen
  • Aria­ne Dih­le, Uni­ver­si­tät Olden­burg, Co-Autorin: Refle­xio­nen und Gespräch zu „Gute Nach­richt – Geschich­ten von Jesus für Kin­der fair erzählt“

Vorstellungen Jesu im weltweiten Kontext

Retter? | Revolutionär? | Sohn Gottes?

Die Vor­stel­lun­gen und das Bild Jesu sind im welt­wei­ten Kon­text in vie­ler­lei Hin­sicht ähn­lich und gleich­zei­tig ver­schie­den. „Wie ist Jesus weiß gewor­den“ fragt Sarah Vecera in ihrem 2022 erschie­ne­nem Buch zum Ras­sis­mus in der Kir­che. In die­ser Unter­richts­ein­heit geht es u.a. dar­um, Abso­lut­heits­an­sprü­che der je eige­nen Jesus­vor­stel­lun­gen zu ver­ler­nen und offen zu wer­den für ande­re Blick­rich­tun­gen auf Jesus von Naza­reth, auf Jesus, den Chris­tus, und Per­spek­tiv­wech­sel und Per­spek­tiv­über­nah­men einzuüben.

Die Kon­zep­ti­on ori­en­tiert sich am Drei­schritt „Erken­nen –Begrei­fen – Handeln“:

  1. Erken­nen Die Schüler:innen erläu­tern und reflek­tie­ren ihre eige­nen Jesusbilder.
  2. Begrei­fen Die Schüler:innen iden­ti­fi­zie­ren die jewei­li­gen Ent­ste­hungs­kon­tex­te als wesent­lich für Jesusvorstellungen.
  3. Han­deln Die Schüler:innen ver­mit­teln gewon­ne­ne Erkennt­nis­se in (gemeinde-)pädagogischen Zusammenhängen.

Für das Unter­richts­vor­ha­ben wer­den min­des­tens 5 x 45 Minu­ten Unter­richts­zeit ver­an­schlagt. Alle drei Tei­le des Unter­rich­tes kön­nen auch deut­lich ver­tief­ter und mit grö­ße­rem Zeit­ein­satz und ‑auf­wand durch­ge­führt werden.

Feierliche Vokation in Drübeck

Im früh­lings­haf­ten Klos­ter Drü­beck tra­fen sich 13 jun­ge Reli­gi­ons­lehr­kräf­te aus Sach­sen-Anhalt, um die Her­aus­for­de­run­gen des schu­li­schen All­tags mit­ein­an­der zu reflek­tie­ren, eige­ne päd­ago­gi­sche Posi­tio­nen zu dis­ku­tie­ren und die Voca­tio zu erhalten.

Sie spra­chen dabei über Moti­ve der Berufs­wahl und die all­täg­li­chen Her­aus­for­de­run­gen auf schul­or­ga­ni­sa­to­ri­scher und päd­ago­gi­scher Ebe­ne. Zugleich dis­ku­tier­ten sie aktu­el­le Fra­gen von Posi­tio­na­li­tät aus kon­fes­sio­nel­ler und poli­ti­scher Perspektive. 

„Wie kann ich ganz kon­kret mit ras­sis­ti­schen oder anti­se­mi­ti­schen Aus­sa­gen umgehen?”

Schnell wur­de deut­lich, dass trag­fä­hi­ge und belast­ba­re Stra­te­gien nur nur in der kol­le­gia­len Bera­tung und im Team gefun­den wer­den kön­nen. Dafür sind die kirch­li­chen Netz­wer­ke des PTI und der Schul­be­auf­trag­ten wich­ti­ge Ankerpunkte.

Die Voca­tio unter­streicht in die­sem Zusam­men­hang die Bedeu­tung des Reli­gi­ons­un­ter­richts in den Schu­len und beschreibt zugleich die Ver­ant­wor­tung, die die Kir­chen für die öffent­li­che Bil­dung übernehmen.

„Unse­re Kir­che dankt Ihnen, dass Sie sich als Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen die­ser Auf­ga­be stel­len und sagt Ihnen zu, Sie bei der Aus­übung Ihrer Tätig­keit zu unter­stüt­zen. Wir ver­trau­en Ihnen, dass Sie den Reli­gi­ons­un­ter­richt in Über­ein­stim­mung mit den Grund­sät­zen der Evan­ge­li­schen Kir­che und nach den gel­ten­den Rah­men-Richt­li­ni­en durch­füh­ren.
Wir sagen Ihnen zu, Ihren Rat zu hören und zu beden­ken. Wir brau­chen Ihr Enga­ge­ment und Ihre Hin­wei­se. Dar­um bit­ten wir Sie, Ihre Erfah­run­gen uns und den Gemein­den weiterzugeben.

Die fei­er­li­che Ein­seg­nung in der Klos­ter­kir­che St. Vitus bil­de­te Höhe­punkt und Abschluss der Tagung.

Im Feed­back wur­den die indi­vi­du­el­len Wahr­neh­mun­gen deut­lich. Hier eini­ge Ant­wor­ten zum Stich­wort „Das hat mich berührt …”:

„Das Mit­ein­an­der im Semi­nar war sehr warm­her­zig, offen und hilfs­be­reit, als wür­de man sich bereits län­ger ken­nen. Ich habe mich gleich wohl gefühlt, obwohl ich nie­man­den kannte.”

„Begeg­nung auf Augen­hö­he, anre­gen­de Dis­kus­sio­nen, schö­ner Aus­tausch und Auf­nah­me in der Grup­pe, Freund­lich­keit und Ent­ge­gen­kom­men, viel Lachen.”

„Ich habe die Grup­pe als sehr offen und herz­lich wahr­ge­nom­men. Die Impul­se, die in den Gesprächs­run­den kamen, haben zu gemein­sa­men aber auch per­sön­li­chen Denk­an­stö­ßen bei­getra­gen.
Des­wei­te­ren war die Mischung der Schul­for­men sehr bereichernd.”

Mit der Voka­ti­on erin­nert die Lan­des­kir­che dar­an, dass die Schüler:innen im Reli­gi­ons­un­ter­richt auf ihrer Suche nach Ori­en­tie­rung und Sinn beglei­tet wer­den, dass sie als eige­ne Per­sön­lich­kei­ten zu ach­ten sind, dass ihnen zuzu­hö­ren und ihre Hoff­nun­gen und Ängs­te ernst zu neh­men sind. Zugleich seg­net sie die jun­gen Lehr­kräf­te für ihren Dienst in den Schu­len, der immer auch als Dienst an unse­rer Kir­che ver­stan­den wird.

narrt? Was ist das denn?

Netz­werk­hil­fe für anti­se­mi­tis­mus- und ras­sis­mus­kri­ti­sche Reli­gi­ons­päd­ago­gik und Theologie

Sie suchen Pra­xis­ma­te­ri­al für The­men im Reli­gi­ons­un­ter­richt, die es in sich haben? Sie möch­ten dis­kri­mi­nie­rungs­sen­si­bel unter­rich­ten? Dann könn­te Ihnen das Netz­werk narrt samt sei­ner viel­sei­ti­gen Web­site hilf­reich sein!

Und so stellt sich narrt selbst vor:

narrt besteht seit Som­mer 2016 als Koope­ra­ti­ons­pro­jekt zwi­schen der Evan­ge­li­schen Aka­de­mie zu Ber­lin, dem Come­ni­us-Insti­tut in Müns­ter und dem Insti­tut für Evan­ge­li­sche Theo­lo­gie und Reli­gi­ons­päd­ago­gik an der Carl von Ossietz­ky Uni­ver­si­tät Olden­burg. Zur Zeit hat narrt etwa 190 Mit­glie­der: Ein­zel­per­so­nen sowie reli­gi­ons­päd­ago­gi­sche, kirch­li­che und uni­ver­si­tä­re Einrichtungen.”[Anmerkung: Das PTI der EKM ist auch Mitglied …] 

narrt ver­netzt Men­schen, die sich selbst­re­fle­xiv mit der Ver­stri­ckung von Reli­gi­ons­päd­ago­gik und Theo­lo­gie in anti­se­mi­ti­sche und ras­sis­ti­sche Ver­hält­nis­se aus­ein­an­der­set­zen. Wir wis­sen, dass dies ein stän­di­ger Pro­zess ist, der auch Rück­schlä­ge kennt. Wir wol­len den­noch gemein­sam nach alter­na­ti­ven Denk­wei­sen, Hand­lungs­for­men und Mate­ria­li­en suchen, die sich der Auf­ga­be stel­len, Anti­se­mi­tis­mus und Ras­sis­mus in Kir­che und Gesell­schaft abzubauen.”

narrt lädt alle sechs Wochen zu einem digi­ta­len Aus­tausch (narrt-Café) ein, außer­dem ein­mal im Jahr zu einem Fach­tag (sie­he unten) und alle zwei Jah­re zu einer öffent­li­chen zwei- bis drei­tä­gi­gen Tagung, deren Ergeb­nis­se als epd-Doku­men­ta­tio­nen ver­öf­fent­licht wer­den. Seit neu­es­tem gibt es das Dis­kurs­Lab: Das Modell­pro­jekt stellt sei­ne digi­ta­len Bil­dungs­mo­du­le zu Ras­sis­mus- und Anti­se­mi­tis­mus­kri­tik online zur Verfügung.

Auch von ande­ren (ver­gan­ge­nen oder zukünf­ti­gen) Ver­an­stal­tun­gen gibt es viel Mate­ri­al (auch für den Reli­gi­ons­un­ter­richt) auf der Web­site: www​.narrt​.de

Hier noch ein Tipp für eine der nächs­te Veranstaltungen:

narrt-Fach­tag am 15.05.25, 9.30- 15.30 Uhr(digitales Werk­statt­for­mat) (Anmel­dun­gen bit­te über www​.narrt​.de)

Das Netz­werk lädt ein zu einem digi­ta­len Fachtag.

Im Fokus ste­hen die Beschäf­ti­gung mit der Mess­bar­keit von Wir­kung und Qua­li­täts­kri­te­ri­en ras­sis­mus­kri­ti­scher und anti­se­mi­tis­mus­kri­ti­scher Bil­dung, ins­be­son­de­re in reli­gi­ons­päd­ago­gi­schen und theo­lo­gi­schen Kon­tex­ten. Außer­dem geben For­schen­de Ein­bli­cke in aktu­el­le wis­sen­schaft­li­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen rund um die The­men­fel­der von narrt.